Ergänzende Materialien zu den VHS Seminaren

Interpolationsverfahren in Photoshop

Interpolieren ist eine Methode, die Pixelmaße eines Bildes neu zu berechnen. Dabei kommen Verfahren zur Anwendung, die aus vorhandenen Daten zusätzliche Pixel berechnen.
Die Verfahren der Interpolation müssen immer angewandt werden wenn z.B. die Anzahl der Megapixel nicht ausreicht, um einen grossformatigen Ausdruck mit der Auflösung von 220 ppi zu ermöglichen.
Auch bei einer Verkleinerung des Bildes wird interpoliert. In diesem Fall werden Pixel aus dem Bild entfernt und es gehen Detailinformationen verloren. Wählen Sie die entsprechende Interpolationsmethode, dann stellen die verbleibenden Pixel Farbzwischenwerte aus den vorhandenen und den verschwundenen Pixeln dar.



Photoshop bietet Ihnen drei Interpolationsverfahren an:

Pixelwiederholung = lineare Interpolation: Pixelwiederholung ist das einfachste Interpolationsverfahren. Der neue Pixel übernimmt dabei den Farbwert des Nachbarpixels. Das verfahren eignet sich nicht für Vergrößerungen, das im Ergebis die Bilder "pixliger" werden.

Bilineare Interpolation: Beim bilinearen Interpolieren werden die direkten benachbarten Pixel in die Berechnung des neuen Pixel einbezogen. Es wird eine lineare Verbindung, gleichzeitig in zwei Richtungen (horizontal und vertikal) errechnet.

Bikubische Interpolation: Mit einer bikubischen Interpolation erzielen Sie das beste Ergebnis. Es wird als Standardverfahren von Photoshop genutzt. Beim bikubischen Interpolieren werden alle umgebenden Pixel in die Berechnung des neuen Pixel einbezogen. Das Verfahren erzeugt weiche Übergänge. Die Berechnung der neuen Pixel ist sehr aufwendig und dauert länger als bei den anderen genannten Verfahren der Interpolation.

Photoshop bietet im Rahmen der bikubischen Interpolation zwei weitere Verfahren an:

Bikubisch glatter (optimal für Vergrößerungen): Diese Variante der bikubischen Interpolation ist speziell zur Vergrößerung von Bildern gedacht. Sie erzeugt noch weichere Übergänge und glattere Kanten als mit der normalen bikubischen Interpolation.

Bikubisch schärfer (optimal bei Verkleinerungen): Diese Variante der bikubischen Interpolation ist speziell zur Verkleinerung von Bildern gedacht. In der Regel werden die Bilder zunehmend unschärfer, je stärker man verkleinern muss. Das Verfahren arbeiten Kanten und Konturen heraus, das Bild wird durch beim Verkleinern geschärft.

Wie bereits beschrieben, wird die bikubische Interpolation von Photoshop als Standardverfahren genutzt. Unter Bearbeiten - Voreinstellungen - Allgemein sehen Sie dazu die entsprechende Einstellung.
Über Bild - Bildgröße kann nach Aktivierung der Schaltfläche "Interpolationsverfahren" jederzeit auf "Bikubisch glatter" oder "Bikubisch schärfer"umgestellt werden. Danach ist wieder der voreingestellte Standard aktiv.